Stiftungspreise
Die brillante Idee ist nur der Beginn einer Innovation

Um junge Wissenschaftler und ihre Forschung gezielt zu fördern, vergibt die Adolf Messer Stiftung seit 1994 jährlich zwei Preise: Einen für Studierende der Technischen Universität Darmstadt und einen für Studierende der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a.M.

Die Preise dienen der Förderung herausragender Leistungen auf den Gebieten Naturwissenschaft, Medizin, Ingenieurwissenschaft sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Der/die Preisträger/in sollte nicht älter als 40 Jahre sein. Voranträge können ausschließlich durch die Professoren der genannten Universitäten eingereicht werden.

Weitere Einzelheiten sowie die Auswahlkriterien erhalten Sie bei den zuständigen Fachbereichen der Universitäten.

Stiftungspreise/Preisträger:

2015:

Jun. Prof. Bai-Xiang Xu, Ph.D. (TU Darmstadt, FB Material- und Geowissenschaften)
Forschungsarbeit: „Elektro-chemo-mechanische Untersuchung von nanostrukturierter Elektrodenmaterialien in Lithium-Ionen-Batterien“

Der mit 50.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 30. November in Darmstadt übergeben.

Dr. phil. nat. Nadine Rademacher (Universität Frankfurt, Institut für Geowissenschaften)
Forschungsarbeit: „Welchen Einfluss hat das Kohlenstoff zu Stickstoff Verhältnis eines Moleküls auf die Reaktivität und die Reaktionsprodukte/ Synthese neuer Materialien aus leichten Elementen mit interessanten Eigenschaften“

Der mit 25.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 2. Juli in Frankfurt übergeben.

2014:

Dr. Annette Andrieu-Brunsen (TU Darmstadt, FB Chemie)
Forschungsarbeit: „Funktionalisierungsteuerung auf Nanometerskala: Nahfeldinduzierte Polymerisation in Mesoporen“

Der mit 50.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 4. Dezember in Darmstadt übergeben.

Dr. phil. nat. Markus Schöffler (Universität Frankfurt, FB Physik)
Forschungsarbeit: „Händigkeitsbestimmung komplexer chiraler Moleküle mit dem Reaktionsmikroskop“

Der mit 25.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 30. Juni in Frankfurt übergeben.

2013:

Dr. Chris Biemann (TU Darmstadt, FB Informatik)
Forschungsarbeit: „Ubiquitous Knowledge Processing“

Der mit 50.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 25. November in Darmstadt übergeben.

Dr. Claudia Lederer (Universität Frankfurt, Institut für Angewandte Physik)
Forschungsarbeit: „Messung der Neutroneneinfangquer-schnitte der stabilen Germaniumisotope bei n_TOF/CERN“

Der mit 25.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 27. Juni in Frankfurt übergeben.

2012:

Dr. Stefan Breuer (TU Darmstadt, Institut für Angewandte Physik)
Forschungsarbeit: „Syntetisches Laserlicht ermöglicht neuen Blick auf Mikropartikel und Fluiddynamik“

Der mit 50.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 19. Februar 2013 in Darmstadt übergeben.

Dr. Elke Duchardt-Ferner (Universität Frankfurt, FB Biochemie)
Forschungsarbeit: „Stepping out of the dark“

Der mit 25.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 5. Juli in Frankfurt übergeben.

2011:

Prof. Stephan Roth, Ph.D. (TU Darmstadt, FB Informatik)
Forschungsarbeit: „Verbindung generativer und diskriminativer Modelle in der Low-Level Vision“

Der mit 50.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 25. Oktober 2011 in Darmstadt übergeben.

Dr. Stefan Merker (Universität Frankfurt, FB Biologie)
Forschungsarbeit: „Die Evolution des Wallace-Koboldmakis – ein neu entdeckter Primat gibt Rätsel auf“

Der mit 25.000,-- Euro dotierte Preis wurde am 30. Juni in Frankfurt, Campus Westend, übergeben.

2010:

Dr. Tobias Meckel (TU Darmstadt, FB Biologie, Fachgebiet Membranbiologie)
Entwicklung eines selbst konzipierten Einzelmolokül-Mikroskops, mit dessen Hilfe einzelne Moleküle in der Membran von lebenden Zellen in Echtzeit untersucht werden können.

Der mit 50.000 Euro dotierte Adolf-Messer-Preis wurde am 7. Dezember 2010 in Darmstadt übergeben.

Dr. Viola Oertel-Knöchel (Universität Frankfurt, FB Psychologie)
Forschungsarbeit: „Psychometrische und neurophysiologische Korrelate des episodischen Gedächtnisses bei Patienten mit bipolarer affektiver Störung im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen“.

Der mit 25.000 Euro dotierte Adolf-Messer-Preis wurde am 8. Juli 2010 in Frankfurt übergeben.

2009:

Dr. Christina Roth (TU Darmstadt, FB Materialwissenschaften, Fachgebiet erneuerbare Energien)
Forschungsarbeit „Neue Wege in der Verbesserung von Aktivität und Langzeitstabilität geträgerter Platin-Nanopartikel-Katalysatoren für Brennstoffzellen und die heterogene Katalyse“.

Der mit 50.000 Euro dotierte Adolf-Messer-Preis wird – mit Verspätung – am 2. März 2010 überreicht.

Dr. Manuela Nowotny (Universität Frankfurt, Fachbereich Biologie)
Ursachenforschung zur Entstehung von Tinnitus.

Der mit 25.000 Euro dotierte Adolf-Messer-Stiftungspreis ging 2009 an die Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Manuela Nowotny. An der Frankfurter Goethe-Universität erforscht sie die Ursachen für die Entstehung anhaltender Ohrgeräusche, genannt Tinnitus. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie akustische Reize im Innenohr in Nervensignale umgewandelt werden. Das Preisgeld eröffnet Manuela Nowotny die Möglichkeit,  ihre interdisziplinäre Forschung weiter fortzusetzen.
Pressemitteilung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main e.V., 02.07.2009

2008:

Dr. Christina Thiele (TU Darmstadt, Fachbereich Chemie)
Forschungsarbeit zur Strukturbestimmung organischer Verbindungen mit „residualen dipolaren Kopplungen“ (RDCs)

Der mit 50.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis der Adolf-Messer-Stiftung ging 2008 an die 33 Jahre alte Chemikerin Dr. Christina Thiele. Sie forscht an der Technischen Universität Darmstadt – der Hochschule, an der Adolf Messer Maschinenbau studierte. Christina Thiele erhält das Preisgeld für Forschungen zur „Strukturbestimmung organischer Verbindungen mit residualen dipolaren Kopplungen“. Hintergrund: Das Wissen um bestehende Molekularstrukturen ermöglicht oft erst deren Verbesserung. Auf diese Weise können Materialien oder Katalysatoren optimiert werden – so lässt sich die Wirksamkeit von Arzneien steigern. Christina Thieles Ergebnisse sind also weit mehr als bloße Basisforschung. Sie helfen bei der Entwicklung neuer Wirk- und Werkstoffe. Zum Andenken an Senator Dr. Adolf Messer, der am 6. April 1978 100 Jahre alt geworden wäre, gründete die Familie Messer 1978 die Adolf-Messer-Stiftung. Die Stiftung prämiert seit 1994 auch jährlich einen Wissenschaftler der Frankfurter Goethe-Universität.
Pressemitteilung der Technischen Universität Darmstadt, 23.01.2009


Für ihre Forschungen, die dazu beitragen, die Wirksamkeit von Arzneien zu steigern, erhielt Dr. Christina Thiele den Wissenschaftspreis der Adolf-Messer-Stiftung.

Dr. Georg Wille (Universität Frankfurt, Fachbereich Biophysik)
Zeitaufgelöste Untersuchung chemischer und enzymatisch katalysierter Carboxylierungsreaktionen


2007:

Dr. Ulrich Brose  (TU Darmstadt, Fachbereich Biologie)
Forschungsarbeit zur Stabilität und Struktur von binären Nahrungs-Netzwerken
Pressemitteilung

Dr. Stefanie Oess  (Universität Frankfurt, Fachbereich Medizin)
„Charakterisierung der molekularen Mechanismen der Zellproliferationskontrolle durch NOSIP und ihrer Bedeutung für die craniofazale Entwicklung“
Pressemitteilung


2006:
Dr. Martin Ebert ( Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Darmstadt)
Der Mikropartikel-Forscher Martin Ebert wird für seine Arbeit "Was macht Aerosole so gesundheitsschädlich und klimarelevant?" geehrt.


2005:
Dr.-Ing. Matthias Hollick (TU Darmstadt)
Matthias Hollick erhält den Preis für seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der "Verlässlichen Kommunikation in selbstorganisierenden Netzen".

Dr. Mirko Schmidt (Universität Frankfurt)
Mirko Schmidt empfängt den Preis für seine Arbeit: „Regulation und Bildung von Gefäßen durch den neuen Angiogenese-Faktor EGFL7”.


2004:
Dr. Andreas Zerr (TU Darmstadt)
Andreas Zerr wird mit dem Adolf Messer Preis für seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der
"Ultrahochdruck-Materialsynthese" ausgezeichnet.

Dr. Oliver Werz (Universität Frankfurt)
Oliver Werz erhält den Preis für seine Arbeit: „Strukturelle, pharmakologische und regulatorische Fragestellungen zu C2-Domänen proinflammatorischer Schlüsselenzyme”.

Sonderpreis 2004:
Dr.-Ing. Herbert De Gersem (TU Darmstadt)
Herbert De Gersem erhält den "Sonderpreis der Adolf Messer Stiftung zur Förderung von Forschung und Lehre an der Technischen Universität Darmstadt" für seine interdisziplinäre Forschungsleistung im Bereich der Simulation elektromagnetischer Felder. Diese Verfahren werden typischerweise für die Simulation von elektrischen Geräten angewandt wie z. B. elektrischen Maschinen, Transformatoren und supraleitenden Magneten. Auch der Einfluss von niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern auf menschliche und tierische Körper wird auf Basis solcher Simulationsverfahren berechnet.

2003:
PD Dr.-Ing. Stefan M. Kast (TU Darmstadt)
Der Chemiker und Privatdozent Stefan M. Kast erhält den mit 50 000 Euro dotierten Preis für seine Arbeit auf dem Gebiet der Theoretischen Physikalischen Chemie, die wichtige Impulse für eine effektive theoretische Behandlung von Problemen der Chemie in kondensierten Phasen gibt.
In seiner Habilitationsschrift stellt er einen großen Schritt auf dem Weg zum theoretischen Verständnis und zur computergestützten Modellierung von Molekülen in flüssiger Phase vor: Durch den Brückenschlag zwischen mikroskopischen Modellen und experimentell zugänglichen makroskopischen Größen ergeben sich künftig eine Vielzahl neuartiger Anwendungen von den Ingenieur- bis hin zu den Biowissenschaften.

Dr. Klaus Langer und Dr. Martin. Michaelis (Universität Frankfurt)
Klaus Langer und Martin Michaelis erhalten den Preis für Ihre Arbeit auf dem Gebiet des Gefäß-Targeting mit Proteinnanopartikeln.

2002:
Dr. Andreas Dreizler und Dr. Marc-Thorsten Hütt (TU Darmstadt)
Andreas Dreizler erhält den Preis für seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der technischen Verbrennungsprozesse.
Marc-Thorsten Hütt wird für seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der interdiziplinären Forschung zwischen Biologie und theoretischer Physik zur Bioinfomatik komplexer Systeme ausgezeichnet.

Dr. Markus Pfenniger (Universität Frankfurt)
Markus Pfenniger erhält den Preis für seine Arbeit: „Proteomics of biodiversity: Identifikation von artspezifischen Signalproteinen bei Trichia Arten”.

2001:
Dr. Helmut Ehrenberg (TU Darmstadt) 
Die Adolf Messer Stiftung zeichnet Helmut Ehrenberg für seine herausragenden interdisziplinären Forschungsleistungen in Physik und Materialwissenschaft aus.

PD Dr. Jens Gille (Universität Frankfurt)
Jens Gille erhält den Preis für seine Arbeit: „Bedeutung putativer endothelialer Progenitorzellen für die adulte Gefäßneubildung”.

2000:
Dr. Ingo B. Fischer (TU Darmstadt)
Ingo B. Fischer erhält den Preis für seine Untersuchungen zur Synchronisation chaotischer Halbleiter – ein neues Konzept für die Informationsübertragung.

Dr. Valentin Wittmann (Universität Frankfurt)
Valentin Wittmann überzeugt mit seiner Arbeit: „Kombinatorische Synthese von Neoglycopeptid-Bibliotheken zum Studium multivalenter Kohlenhydrat-Lecitin-Wechselwirkungen”.

1999:
Dr. Cornelia Denz (Darmstadt)
Die Physikerin Cornelia Denz erhält den mit 100 000 Mark dotierten Förderpreis für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der nichtlinearen Optik und der optischen Informationsverarbeitung.
Mit ihrer Forschung hat Cornelia Denz Grundlagen zur Entwicklung und Analyse raum-zeitlich komplexer Strukturen in optischen Netzwerken gelegt, erstmals räumliche Solitonen und deren Wechselwirkung experimentell untersucht, ein neues Codierungsverfahren für volumenholographische Informationsspeicher entwickelt und ganz neue Möglichkeiten zur parallelen kohärenten Bildverarbeitung aufgezeigt.

Neben der außerordentlichen Bedeutung der einzelnen Resultate auf diesen Gebieten wird mit dem Preis der breite Umfang der wissenschaftlichen Arbeiten von Cornelia Denz sowie die Beiträge zur Entwicklung der Querschnittstechnologie "Moderne Optik" und ihrer Anwendungen gewürdigt.

Dr. Stefan Frank (Universität Frankfurt)
Stefan Frank erhält den Preis für seine Arbeit: „Identifikation NO-regulierter Gene in der Wundheilung”.